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Video Interview

Professor Henrik Kehlet

 

 

 

Wie wichtig sind optimierte Genesungskonzepte wie Rapid Recovery für die Zukunft der Orthopädie?


Ich glaube, dass die „Fast-Track-Chirurgie“ oder Rapid Recovery bzw. allgemein optimierte Genesungskonzepte nach der Operation nicht nur in Europa, sondern weltweit einen immer höheren Stellenwert einnehmen werden. Groß angelegte Untersuchungen in verschiedenen Ländern haben gezeigt, dass die medizinische Behandlung bei verschiedenen Eingriffen (einschließlich in der orthopädischen Chirurgie) nicht immer nach dem aktuellen Stand der vorliegenden Evidenz erfolgt. Darüber hinaus wird mit einem optimierten Genesungskonzept nicht nur die Verweildauer verkürzt, sondern auch die Morbidität und die Operationsrisiken reduziert. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Programme ist zudem eine bessere Schmerzbehandlung. Deshalb sind diese Programme von großer Bedeutung und werden in den nächsten Jahren sicherlich noch weiter vorangebracht werden.


Wie können wir Ihrer Meinung nach die Ergebnisse wissenschaftlicher klinischer Studien schneller umsetzen?


Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens sollte jede Klinik über ihre eigenen Daten Bescheid wissen, was nicht häufig zutrifft. Anschließend sollten sie über Erkenntnisse aus anderen Einrichtungen informiert werden und diese Daten dann einfach vergleichen, als ein Anreiz zur ständigen Verbesserung der Arbeit. Wichtig ist auch ein kontinuierliches Treffen, um alle Aspekte und Faktoren rund um Rapid Recovery zu besprechen. Denn man sollte nicht vergessen, dass es sich bei Rapid Recovery nicht um ein statisches Konzept handelt, sondern um ein Programm, dass sich ständig weiterentwickelt bis wir gegebenenfalls Programme haben, die dafür sorgen, dass Patienten noch am Tag der Operation wieder nach Hause gehen können.


Müssen Ihrer Meinung nach in Europa verbindliche Vorgaben eingeführt werden?

 

Wir brauchen eine gewisse Kontrolle, aber ich würde nicht sagen, dass es verbindliche Vorgaben für Rapid Recovery geben sollte, da das Konzept sich immer noch weiterentwickelt. Wir müssen schon darauf achten, dass in den verschiedenen Krankenhäusern leitlinienkonform gearbeitet wird, denn in den meisten europäischen Ländern bezahlt die Regierung für die Gesundheitsversorgung und wenn ich Gesundheitsminister wäre, würde ich auf jeden Fall genau über alles Bescheid wissen wollen und wäre an einer Qualitätskontrolle interessiert.
 


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Video Information

Interview mit Professor Henrik Kehlet, Abteilung für Chirurgische Pathophysiologie, Rigshospitalet Universität Kopenhagen, Dänemark

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