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Video Interview

Mr Houlihan-Burne

  

 

Was ist der wichtigste Grund für die Einführung des Rapid Recovery Programms in Ihrem Krankenhaus?


Der wichtigste Grund für die Einführung von Rapid Recovery war, dass die Behandlung von Patienten mit Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen in der Vergangenheit recht unsystematisch und inkonsequent abgelaufen ist und die Ergebnisse zwar akzeptabel, aber nicht ausgezeichnet waren. Mit dem Rapid Recovery Programm konnten wir die Messlatte der Erwartungen unserer Patienten und unsere eigenen Erwartungen höher legen. Durch die Umsetzung des Programms ist die Patientenzufriedenheit erheblich gestiegen und die funktionellen Ergebnisse unserer Hüft- und Kniegelenkersatzoperationen haben sich wesentlich verbessert.


Worin bestanden für Sie und das Hillingdon Hospital die entscheidenden Vorteile?


Es gibt eine ganze Reihe entscheidender Vorteile. Sie können unterteilt werden in den Nutzen für den Patienten, den Nutzen für mich als Chirurgen, den Nutzen für das gesamte multidisziplinäre Team im Hillingdon Hospital und schließlich den Nutzen für die Verwaltung. Von Vorteil für die Patienten sind die frühere Entlassung aus dem Krankenhaus, die schnellere Rückkehr in den Alltag und dass die funktionellen Ziele, die früher nach 6-8 Wochen erreicht wurden, eher erreicht werden. Die Patienten können nun bereits nach 2-3 Tagen nach Hause gehen, fahren viel schneller wieder Auto und können viel schneller wieder arbeiten. Ich selbst profitiere davon, dass meine Patienten viel zufriedener sind, sich schneller erholen und weniger Komplikationen auftreten. Das Team profitiert davon, dass es nun wirklich berufsgruppenübergreifend arbeiten kann. Wir arbeiten jetzt viel stärker als früher als Gruppe zusammen, kennen die anderen namentlich, treffen uns regelmäßig und haben Standardisierungsmaßnahmen eingeführt, die jedem von uns, vom OP-Pfleger zur Stationsschwester, vom Anästhesisten zum Chirurgen, die Arbeit wesentlich erleichtern. Abschließend profitiert die Verwaltung von eindeutigen finanziellen Vorteilen durch die Verkürzung der Verweildauer des Patienten, was sich in deutlichen Einsparungen für die Verwaltung zeigt.


 
Auf welche Hürden sind Sie bei der Umsetzung des Programms gestoßen?


Die wirkliche Herausforderung besteht darin, als Team wirklich zusammen zu arbeiten. In Großbritannien arbeiten die einzelnen Fachbereiche wie Anästhesie und Chirurgie traditionell für sich und erbringen ihre eigenen Leistungen, ohne viel miteinander zu kommunizieren. Es war schwierig, diese Menschen zusammenzubringen, damit sie die besten Maßnahmen für die Patienten durchsprechen und alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten, was auch eine einheitliche Kommunikation mit denselben Inhalten gegenüber dem Patienten sowie ein standardisiertes, konsequentes Vorgehen bedeutet. Sobald man dieses Verständnis bei den Meinungsbildnern etabliert hat, folgen alle anderen und die gesamte Abteilung übernimmt das Rapid Recovery Programm.


 
Welche Empfehlungen würden Sie Kollegen für die Einführung des Rapid Recovery Programms geben?


Das Rapid Recovery Programm ist eine Philosophie. Es hat viele Aspekte und ähnelt ein wenig einem Puzzle und solange nicht alle Teile zusammenpassen, funktioniert das Programm nicht. Für den Anfang ist es entscheidend mit den kleinen Dingen anzufangen, die von einem Einzelnen umgesetzt werden können. Diese kleinen Schritte ziehen immer größere Veränderungen nach sich, die dann auch von den anderen Fachabteilungen oder umliegenden Krankenhäusern wahrgenommen werden. Am Ende des Veränderungsprozesses sind die Vorteile für jeden deutlich sichtbar.

 


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Video Information

Interview mit Dr. Houlihan-Burne, leitender Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, NHS Hillingdon Hospital, London

Weitere Videos

  Professor für     Perioperative Therapie (Kopenhagen) Henrik Kehlet

  Facharzt für Anästhesie (Clydebank/
Schottland)
Nick Scott